Kölsche Harlequins

Der Harlequin

Harlekin, von italienisch Arlecchino, der wiederum auf den noch älteren altfranzösischen Harlequin aus dem 12. Jahrhundert zurückgeht, ist eine der Dienerfiguren aus der Commedia dell'arte der Renaissance. Sein Name lässt sich über italienisch (H)ellechin(n)o für "kleiner Teufel" erklären.

Kostüm

Charakteristischstes Kleidungsstück des Harlekins ist sein mit Flicken übersätes Kostüm. Für gewöhnlich haben sie die Farbe rot, gelb oder blau, im Falle unserer Gesellschaft: rot, weiß, türkis und grau. Seine Armut wird also mithilfe von farbenfrohen, aufgenähten Flicken versteckt. Hose wie Jacke oder Joppe sind enganliegend, der Gürtel unter dem Bauchnabel. Am Gürtel trägt der Harlekin ein Holzschwert, "batte" genannt.

Charakter

Der Harlekin besitzt eine agile und flexible Natur. So ist er niemals still, geruhsam oder träge, sondern meist von ausgelassener Lustigkeit. Auch wenn er gelegentlich ungehobelt wirkt, ist er nicht dumm, sondern in Wahrheit geistreich und schlagfertig. Sein sprunghaftes Wesen kommt in seinen akrobatischen Künsten zum Vorschein, wenn er Sprünge vollführt oder Purzelbäume schlägt. Er kommt nie zur Ruhe und ist immer "auf dem Sprung".